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AB09-1: Identitätskonstruktion

Aufgabenstellung

1. a) Führen Sie ein Brainstorming zu folgender Frage durch: Welche Aspekte Ihres Lebens, Ihres Alltags und Ihres Handelns sind zentral für Ihre Identität? Notieren Sie Ihre Gedanken in Stichpunkten.

1. b) Ordnen Sie Ihre Stichpunkte aus 1. a) nach thematischen Kategorien. Finden Sie anschließend Überschriften für diese Kategorien.

1. c) Erläutern Sie, inwiefern Ihre Kategorien aus 1.b) direkt oder indirekt mit sozialen Netzwerken (z.B. WhatsApp, Facebook, Instagram, Snapchat, usw.) in Verbindung stehen.

2. a) Lesen Sie den Artikel von Pichler et al. (2021) zu Identitätskonstruktion- und Dekonstruktion im Geographieunterricht aus der Basislektüre. Abschnitt 3 dürfen Sie beim Lesen aussparen.

2. b) Fassen Sie die Kernthesen der Autor:innen aus Abschnitt 2 „Identitätsfindungsprozesse Jugendlicher vor dem Hintergrund globalen Wandels, von Postfaktizität und Echoräumen“ in Stichpunkten zusammen.

2. c) Die Medienpädagog:innen Richter & Allert (2020) stellen in Bezug auf digitale Technologien, zu denen auch soziale Netzwerke zählen, fest:

„Digitale Technologien haben sich eingewoben in die Art und Weise, wie wir uns informieren, wie wir miteinander interagieren und kommunizieren, aber auch wie wir uns fortbewegen, uns artikulieren und untereinander vernetzen. Der Umgang mit digitalen Technologien erschöpft sich nicht in einem zweckrationalen Gebrauch, in dem die technischen Objekte tun, was wir von ihnen erwarten. Vielmehr gehen die digitalen Technologien auch mit uns um, modellieren und adressieren uns in einer Weise, die ihrer Logik entspricht, die unser Verhalten für sie anschlussfähig und prozessierbar werden lässt.“ (Richter & Allert, 2020: 15)

Diskutieren Sie vor dem Hintergrund dieses Zitates und des Artikels aus 2.), inwieweit individuelle (raumbezogene) Identitätskonstruktionen im Kontext sozialer Netzwerke dekonstruiert werden können. Tipp: Falls Sie zusätzlichen Input benötigen, nutzen Sie folgende Leitfragen als Diskussionsgrundlage:

  • Inwiefern können wir unser „eigenes“ Handeln von technologisch-moderiertem Handeln abgrenzen?
  • Inwiefern können wir unser raumbezogenes Handeln von technologisch-moderiertem Handeln abgrenzen?
  • Welche Aspekte von Identitätskonstruktionen werden in sozialen Netzwerken sichtbar?
  • Wie und inwieweit können diese Aspekte von Identität dekonstruiert werden?
  • Inwiefern wird Identität individuell konstruiert?
  • Inwiefern wird Identität gesellschaftlich konstruiert?

3. Soziale Netzwerke können auch zum Ausdrucksmedium der eigenen (raumbezogenen) Identität von Kindern und Jugendlichen werden. Entwickeln Sie einen Leitfaden, wie Lehrkräfte die kreative Auseinandersetzung von Schüler:innen mit ihrer individuellen (raumbezogenen) Identität fördern können.

Tipp: Denken Sie dabei z.B. an die Einbindungen sozialer Netzwerke als Lern-/Lebensumgebung. Beachten Sie ebenfalls das kritische Hinterfragen vorherrschender Machtgefälle und die (un-?)mögliche Dekonstruktion von Identität und raumbezogenem Handeln (siehe Basisliteratur).

Didaktische Anmerkung

Zu 2. c): Falls die Bearbeitung nicht in einer Gruppe stattfindet, entfällt die Diskussion. Fassen Sie stattdessen, anhand der von Ihnen beantworteten Leitfragen, zusammen, inwieweit individuelle (raumbezogene) Identitätskonstruktionen im Kontext sozialer Netzwerke dekonstruiert werden können.

oer/virale-gesellschaftskonstruktionen/arbeitsblatt/ab09-1.txt · Zuletzt geändert: 2021/09/28 16:45 von stezi